Äussere Anwendungen

Tu Deinem Leib Gutes, damit Deine Seele Lust hat, darin zu wohnen. THERESIA V. AVILA

Es gibt Situationen, in denen es erst einmal wichtig ist, sich abzugeben, sich einem anderen anzuvertrauen, sich einhüllen und pflegen zu lassen. Extreme körperliche Erschöpfung, seelische Überforderung , starke Schmerzen o.ä. sind Lebensphasen, in denen wir therapeutischer Begleitung über eine Behandlung im Sinne einer äußeren Anwendung bedürfen.
Über die Haut wahrnehmen und entspannen, sich wärmend einhüllen lassen, die Strömungsprozesse im Leib äußerlich unterstützen..., das alles kann die Voraussetzung zum sich neu entwerfen unterstützen.
Als Studentin machte ich die Ausbildung in rhythmischer Massage. Hier ist die Hand des Masseurs eher saugend als knetend tätig. Das Gewebe wird „in die Leichte“ gehoben, die rhythmische Bewegung der Körpersäfte wird unterstutzt.
Durch die Beschäftigung mit Gerda Boyesen, die mit ihrer Massagetechnik sogar Psychosen heilte ( G. Boyesen: Über den Körper die Seele heilen), bekam die Massage für mich ein neues Gewicht.
In der Körperstruktur ist das Modell von Schichten eine Hilfe. Eine Schicht muss als Ganzes bearbeitet werden. An einigen Stellen überwiegt die Verspannung, an anderen Schlaffheit (Hypotonie) . Im Laufe der Übungsbehandlung stellt sich ein Fliessgleichgewicht ein. In der nächsten Schicht können an ganz anderen Stellen Verspannungen oder Erschlaffung vorliegen.
Schematisch gesehen überwiegt meist aussen die Verspannung („Panzerung“), innen die Hypotonie.
Die Hypotonie im Inneren lässt sich durch Training der Tiefenmuskulatur beheben, die VerKrampfung wird dann überflüüsig, wenn sie sich nicht alleine löst, kann die Massage dabei unterstützen.



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